01.10.2018 Exkurs: Die Havannabraunen Teil 1

Da in der letzten Zeit viele Fragen zu unseren havannabraunen Appenzeller aufgekommen sind, wollen wir hier einen kleinen Exkurs einlegen.

Was die havannabraunen Appenzeller betrifft gibt es leider noch viele Missverständnisse. Nicht selten tauchen Aussagen auf wie: die können doch nicht reinrassig sein; da ist doch was reingekreuzt; oder die sind sicher nicht so gesund wie die Schwarzen;  Zum Glück sind diese Aussagen allesamt falsch.

Jeder, der sich mit der Rassegeschichte des Appenzellers befasst hat, kennt auch den Ursprung des Appenzeller Sennenhundes – die vielfarbigen Küherhunde der schweizer Sennen.  Aus diesen mittelgroßen, kurzhaarigen aber noch bunten und uneinheitlich aussehenden Hunden wurde schließlich der Appenzeller Sennenhund. Als dann gegen 19-Hundert der Rassestandart gesetzt wurde, um ein möglichst einheitliches Erscheinungsbild der Appenzeller sicher zu stellen, galt Havannabraun nun als Fehlfarbe.  Diese Entscheidung hatte verheerende Folgen für die noch recht häufig vorhandenen havannabraunen Appenzeller – Sie wurden in der Regel eliminiert.

Ein gutes halbes Jahrhundert wurde es nun still um den havannabraunen Appenzeller. Da auch aus rein schwarzen Verpaarungen immer wieder auch havannabraune Welpen fielen, fand irgendwann endlich ein Umdenken statt. Ab den 60er Jahren wurden havannabraune Appenzeller akzeptiert aber zur Zucht gesperrt.  Seit 1982 ist der havannabraune Appenzeller nun auch als Farbvariante durch den FCI anerkannt.

Den havannabraunen Appenzeller hat es also seit Rassebeginn gegeben, nur viel diese wundervolle und edle Farbvariante lange Zeit den optischen Vorlieben der Kynologen zum Opfer.

Im nächsten Beitrag beschäftigen wir uns mit der Vererbung und der Biologie der Farbe des Appenzellers.

16.08.2018 Die Sache mit den Gelenken

Wie angekündigt wollen wir uns nun etwas mit den Gelenken oder besser gesagt den Gelenkerkrankungen des Hundes beschäftigen. Besonderes Augenmerk wollen wir legen auf die vier bekanntesten und häufigsten Erkrankungen. Obwohl der Appenzeller-Sennenhund auf Grund seiner guten Proportionen, der langen Zucht im Hinblick auf Gebrauchstauglichkeit und eben weil er kein Mode-Hund war und ist nicht so betroffen ist, wie andere Rassen, sollten verantwortungsvolle Züchter und Halter wissen was zu tun ist und tun was getan werden kann, um die Rasse und ihren Hund gesund zu erhalten.

Nun kurz zu den angesprochenen vier Gelenkerkrankungen. Diese sind:

  • Die HD: Hüftdysplasie oder Hüftgelenksdysplasie
  • Die ED: Ellbogendysplasie oder Ellbogengelenksdysplasie
  • Die PL: Patellaluxation
  • DIE OCD: Osteochondrosis dissecans

Bei allen vier Erkrankungen handelt es sich um Fehlentwicklungen oder Fehlbildungen von Gelenken. Allen Erkrankungen gemein ist ihre zumindest teilweise Heritabilität (Vererbbarkeit). Es kann also davon ausgegangen werden, dass bei gesunden Vorfahren auch die Nachkommen mit hoher Wahrscheinlichkeit gesunde Gelenke aufweisen. Da Gelenkprobleme auch teilweise erworben werden können, sind neben den Elterntieren jedoch auch Haltung und Aufzucht von Hunden ein wichtiger Faktor für die gesunde Gelenkentwicklung.

Was muss also ein verantwortungsvoller Züchter tun:

  • Alle Elterntiere sollten auf HD, ED, PL und OCD untersucht werden. Erkrankte Tiere sollten von der Zucht ausgeschlossen werden. Da für den Appenzeller hier keine Gen-Test verfügbar sind, lassen wir alle Zuchttiere miitels Röntgenuntersuchung auf Gelenkerkrankungen testen.
  • Gesunde, ausgewogene Ernährung der Welpen um zu schnelles Wachstum und Unter- oder Überversorgung insb. mit Calcium und Phosphor zu verhindern.

Was kann der Halter tun:

  • Ebenso moderate Fütterung (Junghunde eher groß hungern als groß füttern)
  • Vermeiden von Treppen (Faustregel: mit 6 Monaten darf der Hund Treppen hinauf, mit 12 Monaten Treppen hinab laufen)
  • Begrenzung der Belastungsdauer (ca. 5 Min pro Lebensmonat im Wachstum)
  • Sport wie z.B. neben dem Rad Laufen frühestens ab 12 Monaten
  • Leistungssport ab 18 Monaten
  • Vermeiden von Toben auf harten Untergründen
  • Vermeiden von Übergewicht

Wenn alle Züchter und Halter diese Dinge beherzigen, können sich unsere vierbeinigen Lieblinge, mit etwas Glück, bis ins hohe Alter an schmerzfreier Bewegung erfreuen.

In Kürze geht es dann um die HD. Bis bald

13.08.2018 Unser Blog erscheint

Nun ist es endlich so weit und unser Blog erscheint. Alle Interessierten lesen hier ab nun regelmäßig Wissenswertes, lustiges und schönes rund um den Appenzeller Sennenhund und Hunde im Allgemeinen.

In den kommenden Tagen beschäftigen wir uns mit der Gelenkgesundheit. Wir werden uns näher mit den verschiedenen Erkrankungen und besonders ihrer Vorbeugung durch den Züchter und Halter beschäftigen. Außerdem werden wir eine neuen Teil unsere Homepage vorstellen.

Also bis bald und viel Spaß beim Lesen

Nun ist es endlich so weit und unser Blog erscheint. Alle Interessierten lesen hier ab nun regelmäßig Wissenswertes, lustiges und schönes rund um den Appenzeller Sennenhund und Hunde im Allgemeinen.

In den kommenden Tagen beschäftigen wir uns mit der Gelenkgesundheit. Wir werden uns näher mit den verschiedenen Erkrankungen und besonders ihrer Vorbeugung durch den Züchter und Halter beschäftigen. Außerdem werden wir eine neuen Teil unsere Homepage vorstellen.

Also bis bald und viel Spaß beim Lesen